Eine kleine Geschichte zu Antikmöbeln

Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert und somit älter sind als ihr Besitzer selbst, teils Generationen überdauert haben, weitervererbt wurden kurzum Möbel die eine Geschichte zu erzählen haben das sind Antikmöbel. Der besondere Reiz der diese Möbel ausmacht liegt jedoch nicht nur in ihrem Alter begründet. Fernab von in Industriestraßen gefertigten Möbelstücken sind Antikmöbel noch in echter Handarbeit gefertigt. Zapfenverleimungen, Intarsienarbeiten, stilvolle Applikationen, gedrechselte Möbelteile, Beschläge mit Metallornamenten, Bordüren, Bretttüren, Gesimse und Fitschenbänder  und viele weitere kleine Details kennzeichnen antike Möbel. In deutschen, preußischen Schlössern erhielten Möbel sogar einen Brandstempel und somit eine Kennzeichnung.

Antike Kommode

Der Aufbau

Für den Bau von Antikmöbeln wurde zumeist Fichte, Eiche, Esche aber auch Birkenholz verwendet. Die Buche wurde wie auch noch heutzutage für den Bau von Stühlen verwendet. Edelhölzer wie Rosen- und Kirschholz fanden als Furnier oder Intarsienarbeit Einzug. Auch eher unbekannte Hölzer wie Amaranth Stilmerkmale der Antike, des Barock, des Jungendstils, des Biedermeier, des Rokoko, der Renaissance und der Gotik kennzeichnen diese Möbel. So sind aus der Antike Löwen, Astragal (Ornamentstab) und Anthemione (Zierfriese)zu betrachten. Bei Barockmöbeln sind Bandelwerk, Muschelmotive, Cabriolen (gekrümmte Möbelbeine zu bewundern. Gotische Merkmale sind beispielhaft ein Certosa Mosaik (Einlegearbeit aus Holz, Perlmutt und Bein) und Chimären (ein Wesen das sich aus mehreren Körperteilen verschiedener Tiere zusammensetzt). Auch andere Kulturkreise und -einflüsse wie der Nahe und Ferne Osten bereichern den Antikmöbelmarkt. 

Durch ihr Alter bedingt und da auch an Antikmöbeln das Rad der Zeit nicht spurlos vorübergeht werden Antikmöbel heutzutage aufgrund der hohen Nachfrage und Beliebtheit aufwendig und in liebevoller Arbeit restauriert. So wird manch Möbelstück zu neuem Glanze und Leben erweckt. Liebhaber antiker Möbel werden dabei auf das quietschen eines Scharniers und das Knarren des Holzes eher ungern verzichten, denn auch diese gehört zum besonderen Charme dieser Möbel. Wie hoch die Nachfrage nach Antikmöbeln ist zeigt sich nicht zuletzt auf Flohmärkten und an der hohen Dichte an Läden mit der Aufschrift ANTIK.

Viele bereits im 18 Jahrhundert entwickelte Möbel sind bis heute erhältlich. Chaiselongues, Bücherschränke, Anrichten, Kommoden und Sekretäre seien hier beispielhaft genannt. Ein Bureau de Dame oder auch Damenschreibtisch gehört im Gegensatz dazu nicht mehr zu den heute geläufigen Möbelstücken.
 
Antikmöbel als dekoratives Einzelstück oder als Gesamteinrichtung stellen ein hohes Maß an Wohnkultur dar und lassen eine glanzvolle Epoche des Möbelbaus und der Handwerkskunst noch heute lebendig wirken.

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