Was ist "Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)"?

besteht aus einer Glasscheibe und bietet eine erhöhte Beständigkeit gegen Temperaturwechsel sowie eine hohe Biege-, Schlag- und Stoßfestigkeit. Im Bruchfall zerfällt ESG in kleine, lose zusammenhängende Bruchstücke und weist dadurch eine geringe Verletzungsgefahr auf.  Es kommt auch, teilweise kombiniert mit Floatglas oder Teilvorgespanntem Glas, bei der Herstellung von Verbund-Sicherheitsglas zum Einsatz. ESG ist optisch ohne Hilfsmittel nicht von normalem, nicht vorgespanntem Glas zu unterscheiden.

Die erhöhten Festigkeiten entstehen durch den Vorspannprozess. Dabei wird Floatglas im Vorspannofen unter ständiger Bewegung auf knapp 620 °C erhitzt und anschließend mit kalter Luft abgeschreckt. Beim Abkühlen erkalten die Oberflächen schneller als die Kernzone, wodurch sich im Glas Zonen unterschiedlicher Spannung ausbilden, die dem Glas seine charakteristischen Eigenschaften verleihen.

Einscheiben-Sicherheitsglas wurde um das Jahr 1933 durch die Glaswerke Herzogenrath bei Aachen unter dem Namen Sekurit vorgestellt.

In seltenen Fällen kann es durch Nickelsulfideinschlüsse zum Spontanbruch bei ESG kommen. Durch einen sog. Heatsoaktest (Heisslagerungstest) kann dies weitgehend verhindert werden. Das bereits vorgespannte ESG wird dabei auf 280°C aufgeheizt und diese Temperatur für mindestens 4 Stunden gehalten. Dieses Glas trägt dann die Bezeichnung ESG-H.

Quelle: Wikipedia

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