Was bedeutet der japanische Begriff Futon?

Der Begriff Futon stammt aus der japanischen Sprache. Erweitertet übersetzt bedeutet er Decke, aber auch Schlafstätte. Bei uns hat sich der Begriff Futon für eine spezielle Art des Bettes in den letzten Jahrzehnten voll etabliert.

Ein Futon in Japan besteht aus einer Schlafunterlage und einer Decke. Dabei wird die mit Baumwolle gefüllte Schlafunterlage direkt auf den mit sogenannten Tatami-Matten ausgelegten Boden gelegt. Die Unterlage ist dabei meist um die 10 cm hoch und einen Meter breit. Vorteil dieser Art des Bettes ohne Bettgestell ist, dass die Futon-Matratzen einfach tagsüber verstaut werden können und so mehr Wohnraum zur Verfügung steht.

Futonbett

Außerhalb Japans wird unter dem Begriff Futon in der Regel etwas anders verstanden. So versteht man hier darunter ein eher niedriges Bett mit einer Matratze. Bei uns wird der eigentliche Futon auf ein Bettgestell gelegt und beides zusammen als Futon bezeichnet. Damit liegt man nach dem japanischen Vorbild relativ nahe am Boden, ohne dabei auf den westlich gewohnten Komfort eines Bettgestells zu verzichten. Während der japanische Futon so gut wie immer aus mehreren Lagen Baumwolle besteht, werden bei uns unterschiedliche Materialen zur Herstellung einer Futon-Matratze verwendet. Darunter Schafwolle, Kokosfasern, Rosshaar, Hanf, Natur-Latex und Baumwollanteile. Die Bettgestelle sind in der Regel relativ niedrig und schlicht. Oftmals befindet sich ein Holzrand um das Bett herum, der die Matratze einfasst. Zur Herstellung von Futonbetten werden unterschiedliche Holzarten verwendet, wie etwa Kiefer, Erle oder Buche.

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