Grillen auf dem Holzkohlegrill

Sommer, Sonne, Freizeit und der Grill ist heiß. Rauf mit den Steaks auf den Rost und der Genuss kann losgehen. Welch köstliches Vergnügen, mit der Familie und den Freunden den wunderbaren Duft von gebratenem Fleisch, Fisch oder Gemüse zu riechen und die Köstlichkeiten zu genießen. Mit einem Holzkohlengrill und einigen wenigen Tipps steht einem schönen Tag nichts mehr im Weg.

Für viele Grillfans ist der Holzkohlegrill der Inbegriff für Grillkultur. Die Grillgeräte haben sich entscheidend weiterentwickelt und seit der Entwicklung des Kugelgrills lässt sich das Grillgut nicht mehr nur direkt über der Glut garen, sondernd indirekt grillen und damit schonend zubereiten. Der Holzkohlegrill ist vor allem für Gourmets mit etwas Zeit das optimale Gerät, es werden lediglich die Kohle oder Briketts angezündet und nach etwa 30 bis 50 Minuten entsteht eine weiße Ascheschicht, das untrügliche Zeichen für die optimale Temperatur. Und nicht zuletzt verleiht nur ein Holzkohlegrill dem Grillgut das einzigartige Grillaroma. Allerdings sollte man beim Kauf auf das GS-Zeichen achten. Es wird von einer unabhängigen Prüfstelle verliehen und sichert die gefahrlose Funktionsfähigkeit des Grills.

 

Funktionsweise des Holzkohlegrills

Holzkohlegrills werden entweder als Koffer- oder Kugelgrill angeboten. Der Koffergrill hat den Vorteil, dass er leicht zu transportieren ist, jedoch haben nur die wenigsten Modelle eine Abdeckhaube und sind für das indirekte Grillen nicht geeignet. Meistens wird ein Holzkohlegrill als Kugelgrill gekauft. Er besteht dann aus zwei Kugelhälften. Die untere Grillkugel ist mit einem Kohlenrost ausgestattet, auf dem man das Brennmaterial aufliegt. Zusätzlich verfügt sie auch über einen Grillrost für das Grillgut, eine Auffangschale, einen Aschebehälter und einen Lüftungsschieber. Die Grillschale verfügt über länglichen Öffnungen und über diese zieht die heiße Holzkohle die Luft von außen an, auf diese Weise entsteht ein Kaminzugeffekt. Der Deckel ermöglicht auch das indirekte Grillen und lässt die Wärme um das Grillgut zirkulieren. Deshalb eignen sich Kugelgrills auch bestens für das Grillen von großen Fleischstücken.

 

Die beiden wichtigsten Grillverfahren

Direktes Grillen: Man positioniert das Grillgut direkt über der Hitzequelle und die hohen Temperaturen von bis zu 270 °C sorgen für die Bildung einer wohlschmeckenden Kruste.

Indirektes Grillen: Dabei wird mit mittlerer bis hoher Temperatur, also circa 130 o C bis 220 °C in geschlossenem Grill gegart. Die Hitze wird an der Innenseite reflektiert, daher auch der Begriff indirektes Grillen. Der Hauptvorteil besteht darin, dass auch dickeres Gargut gleichmäßig gegart wird.

 

Brennstoff und Anzünden des Holzkohlengrills

Die klassische Grillkohle lässt sich schneller entzünden und nach etwa 25 Minuten ist die Glut bereit, in der Regel wird sie bis 700 Grad heiß. Allerdings hält die Glut nicht sehr lange an, nach etwa einer Stunde gibt sie fast keine Hitze mehr ab. Briketts brauchen rund 50 Minuten, bis das Fleisch auf den Grill gelegt werden kann. Glühen sie aber gleichmäßig, kann bis zu drei Stunden lang nachlegt werden. Briketts werden nicht ganz so heiß wie Holzkohle.

HolzkohlegrillHat man das Brennmaterial seines Vertrauens schließlich auf dem Rost verteilt, wobei es empfehlenswert ist, Kohleschalen zu verwenden, damit sich das Material nicht so leicht auf dem Rost verteilt, erfolgt das Anzünden. Die Grillanzünder werden unter die Kohle gelegt und mit einem Streichholz angesteckt. Es dauert je nach Material und Grill etwa 20 bis 50 Minuten, bis die Kohle heiß genug ist, um das Fleisch auf den Rost zu legen. Wenn sich das Brenngut weißlich färbt, zeigt diese Ascheschicht, dass die Temperatur richtig ist.

 

Die Temperaturen beim Holzkohlegrill

Unterschiedliches Grillgut benötigt auch unterschiedliche Temperaturen. Würstchen brauchen eine langsame und kontinuierliche Steigerung, damit sie innen gar sind und eine goldbraune Kruste bekommen. Steaks hingegen lieben es sofort heiß. Viele Holzkohlegrills verfügen über ein Deckelthermometer oder man steckt durch die Lüftungsöffnung einen Thermometer. Es gibt auch elektronische Thermometer, die sowohl die Kerntemperatur des Grillgutes als auch die Innenraumtemperatur anzeigen.

Allerdings reicht auch die bewährte Handmethode: Wenn man die Hand etwa 15 Zentimeter über den Grillrost hält und sie nach etwa drei Sekunden wegziehen muss, ist die Hitze mit 230° C bis 290° C stark, fünf bis sechs Sekunden bedeuten eine mittlere Hitze von etwa 180° C bis 220° C und acht bis zehn Sekunden eine niedrige Hitze von ungefähr 130° C bis 170° C.

 

Das Reinigen des Holzkohlengrills

Allerdings muss der Grill gründlich gereinigt werden, mit einigen Tipps ist das aber kein Problem.

Um die Verkrustungen aufzuweichen, wickelt man den Grillrost in feuchtes Zeitungspapier und nach einigen Stunden kann man sie mühelos entfernen. Oder man lässt den Rost über Nacht in der Wiese liegen lassen, der Morgentau weicht die Verschmutzungen auf und sie lassen sich ablösen. Natürlich kann man auch chemische Reinigungsmittel verwenden. Jedoch sollte bei Fettlöser, Grill- oder Backofenreiniger auf deren Umweltfreundlichkeit geachtet werden.

Ein Hausmittel ist Apfelessig. Dazu mischt man etwa 200 Milliliter Apfelessig mit zwei Esslöffeln Zucker und trägt es mit einer Sprühflasche auf den heißen und verschmutzten Grillrost auf. Danach lässt man den Grillrost abkühlen und das Gemisch einwirken. Später können die Verschmutzungen problemlos beseitigt werden.

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