Grillen im Kugelgrill

Ein Sommer ohne Grillpartys ist für viele Menschen kein richtiger Sommer. Denn mit der Familie oder den Freunden den Grill anzuheizen, den wunderbaren Duft von gebratenem Fleisch, Fisch oder Gemüse oder zu riechen und auch zu genießen, ist ein wirklich köstliches Vergnügen. Am häufigsten kommt dabei ein Kugelgrill zum Einsatz, und wenn man einige Tipps berücksichtigt, steht einer gelungenen Grillparty nichts im Weg.

Kugelgrills werden sowohl als Holzkohlen- als auch als Gasgrills angeboten. Sie bestehen aus zwei Kugelhälften. Die untere, zumeist emaillierte Grillkugel ist mit einem Kohlenrost ausgestattet, auf dem man die Holzkohle aufgebracht wird. Sie verfügt auch über einen Grillrost für das Grillgut. Darüber hinaus verfügt die untere Kugelhälfte über eine Auffangschale, einen Aschebehälter und einen Lüftungsschieber. Durch die länglichen Öffnungen der Grillschale zieht die heiße Holzkohle die Luft von außen an. Es entsteht ein Kaminzugeffekt. Der Deckel lässt die Wärme um das Grillgut zirkulieren. Deshalb eignen sich Kugelgrills auch bestens für das Grillen von großen Fleischstücken.

Grillen am Kugelgrill

Das Anheizen des Kugelgrills

Beim Gas-Kugelgrill erfolgt das Anheizen durch Einschalten der Gaszufuhr und etwa zehn Minuten langes Aufheizen. Beim Kugelgrill mit Holzkohle wird der Deckel abgenommen, der Rost entfernt und der untere Bereich des Grills mit der Holzkohle gefüllt. Empfehlenswert ist, Kohleschalen zu verwenden, dabei zerstreut sich die Grillkohle nicht so leicht auf dem Rost.

Anschließend werden Grillanzünder unter die Kohle gelegt und mit einem Streichholz angesteckt. Es dauert je nach Kohle und Grill etwa 20 bis 30 Minuten, bis die Kohle heiß genug ist, um das Fleisch auf den Rost zu legen. Wenn sich die Kohle weißlich färbt, zeigt diese Ascheschicht, dass sie heiß genug ist.

Die Temperaturen im Kugelgrill

Jedes Grillgut verlangt seine eigene Temperatur, diese wird im Kugelgrill wird mithilfe des Deckels und seinen Lüftungsöffnungen und der Lüftungsschlitze der unteren Kugelhälfte reguliert. Die Lüftungsöffnungen können stufenlos von offen bis geschlossen geregelt werden und je mehr diese geöffnet sind, umso mehr Luft strömt durch und bringt die Grillkohle zum Glühen bzw. steigert die Temperatur.

Die Temperatur selbst kann auf mehrere Arten gemessen werden. Viele Kugelgrills verfügen über einen Deckelthermometer oder man verwendet ein elektronisches Thermometer. Dessen Fühler steckt im Grillgut und misst die Kerntemperatur, das Ende kontrolliert die Innenraumtemperatur und über ein Kabel werden die Daten auf Display übertragen.

Allerdings reicht auch die gute alte Handmethode: Hält man die Hand etwa 15 Zentimeter über den Grillrost und man muss sie nach etwa drei Sekunden wegziehen, ist die Hitze mit 230° C bis 290° C stark, fünf bis sechs Sekunden bedeuten eine mittlere Hitze von etwa 180° C bis 220° C und acht bis zehn Sekunden eine niedrige Hitze von ungefähr 130° C bis 170° C.

Direktes und indirektes Grillen

Die häufigste Art ist das direkte Grillen. Dabei platziert man das Grillgut direkt über der Hitzequelle und die hohen Temperaturen von bis zu 270 °C sorgen für die Bildung einer schmackhaften Kruste.

Beim indirekten Grillen wird das Grillgut bei mittlerer bis hoher Temperatur, also bei etwa 130 bis 220 °C im geschlossenen Grill gegart. Dabei ist die Hitzequelle nicht direkt unter dem Grillgut, sondern seitlich davon angebracht und die Hitze wird an der Innenseite reflektiert. Dadurch wird auch dickeres Gargut gleichmäßig gegart, ohne dass der Rand verbrannt wird. Die Vorteile des indirekten Grillens sind eindeutig:

• Die Kohle kann sich nicht durch tropfendes Fett entzünden,

• Es gelangt kein Fett in die Glut und es entstehen auf diese Weise auch keine gesundheitsschädlichen Stoffe,

• Auch großes Gargut kann problemlos zubereitet werden.

Vorteile und Nachteile von Kugelgrills

Mit einem Kugelgrill kann man nicht nur grillen, sondern auch garen und oder backen. Durch die Umlaufhitze werden die Fleischporen geschlossen, es bleibt saftiger und wird gleichmäßig gegrillt. Die intensive Hitze macht es auch schön knusprig.

Das Grillen im Kugelgrill ist gesund und es entsteht der typische rauchige Geschmack.

Ein Nachteil ist, dass es beim direkten Grillen auf dem Kugelgrill leicht zu verhältnismäßig starker Rauchentwicklung kommt.

Die Reinigung von Kugelgrills

Nach dem Vergnügen muss der Grill gründlich gereinigt werden, eine Tätigkeit, die nicht sonderlich beliebt ist. Mit einigen Tipps ist die Reinigung aber kein Problem. Wickelt man den Grillrost in feuchtes Zeitungspapier und belässt es einige Stunden auf dem Rost, werden die Verkrustungen aufgeweicht und lassen sich mühelos entfernen.

Man kann auch den Rost in der Wiese über Nacht liegen lassen, der morgendliche Tau weicht die Verschmutzungen auf und sie lassen sich ganz leicht ablösen.

Natürlich lassen sich auch chemische Reinigungsmittel wie Fettlöser, Grill- oder Backofenreiniger verwenden. Bei diesen chemischen Mitteln sollte man allerdings auf deren Umweltfreundlichkeit achten.

Ein probates Hausmittel dagegen ist Apfelessig. Dazu mischt man etwa 200 Milliliter Apfelessig mit zwei Esslöffel Zucker. Diese Mischung wird dann auf den verschmutzten Grillrost aufgetragen, solange dieser noch heiß ist. Zum Auftragen kann man einfach eine Sprühflasche benutzen. Danach lässt man den Grillrost abkühlen und das Gemisch einwirken. Später können die Verschmutzungen problemlos abgelöst werden.

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