Das richtige Arrangement von Tischservice am Tisch

Viele Gastgeber sind nicht geübt darin, ihren Tisch professionell für einen edlen Anlass einzudecken. Oft reicht es aus, Teller und Servietten schön zu drapieren und zu hoffen, dass sich die Gäste am Tisch auch wohl fühlen. Das Zünglein an der Waage bietet in diesem Fall der Tischschmuck, und er darf dann gerne mal etwas üppiger ausfallen. Der folgende Ratgeber soll helfen, die Grundlagen eines korrekten Tischarrangements näher zubringen und so auch Anfängern die Scheu davor zu nehmen, sich bei der Gestaltung einmal richtig ins Zeug zu legen.

Esstisch mit Tischdecke

© CandyBox Images - Fotolia.com

Der erste Eindruck zählt, wenn es um das richtige Tischarrangement geht und hier zählt wortwörtlich jeder Millimeter. Es gibt nicht wenige, die tatsächlich mit Lineal und Metermaß den genauen Abstand zwischen den einzelnen Gedecken zu ermitteln und das fängt bei den Tellern auf dem Tisch an und schlägt sich über bis auf die Esszimmerstühle, denn auch diese sollten im richtigen Abstand zueinander stehen, damit der Blick nicht gestört wird und es zu einem wunderschönen Gesamteindruck kommt. Ein gutes Augenmaß reicht allerdings vollkommen aus, um sich auf die Spuren eines perfekt gedeckten Tisches zu begeben. Dabei können grundsätzlich spezielle Eindeckhandschuhe nicht schaden, denn die verhindern Fingerabdrücke auf Gläsern und Besteck.

Das Arrangement von Teller und Besteck

Der Teller bildet immer den zentralen Punkt eines jeden Gedecks. Soll es festlich zugehen, bildet deswegen ein Platzteller die Grundlage. Dieser kann natürlich auch bei Bedarf weggelassen werden. Ein Platzteller ist kein Teller im eigentlichen Sinne, denn er dient nur der Dekoration und wird nicht für das spätere Essen benutzt. Auf ihn kommen dann die jeweils passenden Teller für das Essen, in der Regel sind das zumindest zwei und zwar ein normaler Teller für das Menü und ein Suppenteller. Der Nachtisch wird in der Regel gesondert an den Tisch gebracht in extra Schalen oder auf kleineren Tellern. Die Anordnung der Teller übereinander folgt dem Gang des Menüs.

Drumherum findet das Besteck seinen Platz und zwar wie folgt: Die Gabeln kommen an die linke Seite und die Messer und Löffel kommen an die rechte Seite des Tellers, außer die Löffel und Gabeln für den Nachtisch, die werden vor Kopf über die Teller platziert. Später beim Essen orientiert sich jeder Gast von außen nach innen, das bedeutet ganz außen liegt das Besteck, welches zuerst genutzt wird, und so verkleinert sich nach jedem Gang der Radius. Ganz klassisch beginnt es also rechts mit einem Suppenlöffel, daneben kann ein Vorspeisenmesser liegen, meist ist dies ein Fischmesser, sofern Fisch angeboten wird. Darauf folgt das Messer für den eigentlichen Hauptgang. Auf der linken Seite genau gegenüber liegt eine Gabel für die Vorspeise, im Falle eines Fischgerichts eben eine spezielle Fischgabel und daneben eine Gabel für den Hauptgang.

Für die durstigen Kehlen

Bei einem schicken Menü folgt zu jedem Gang auch ein anderer Wein. Bei großem Durst oder aus geschmacklichen Gründen wird dazu durchgehend Tafelwasser gereicht. Die Gläser, die dafür benötigt werden, stehen am rechten oberen Rand des Tellers zur Tischmitte hin. Außen beginnt die Reihenfolge mit dem Wasserglas, auf der linken Seite des Wasserglases befindet sich das Glas für den Weißwein und daneben das Glas für den Rotwein. Die Serviette wird stets auf den oben stehenden Teller drapiert, dabei können verschiedene Falttechniken angewendet werden. Für den Fall, dass der erste Gang bereits aufgetischt ist, finden Gäste ihre Serviette auf dem Brotteller. In einigen Restaurants ist es inzwischen auch üblich, ebenso wie am heimischen Tisch, das nicht zwingend die Teller schon vor dem Beginn des Essens auf dem Tisch stehen. In diesem Fall finden die Gäste nur das Besteck und ihre Gläser vor, die Serviette liegt dann auf dem Platzteller oder in Ermangelung eines Platztellers direkt auf der Tischdecke.

Teller und Besteck sollten dabei stets einen Finger breit von der Tischkante entfernt aufgelegt werden. Das kann mit dem Daumen kontrolliert werden. Außerdem ist bei sehr schick gedeckten Festtafeln darauf zu achten, dass jedes Gedeck im selben Abstand voneinander und gegenüber zueinander liegt. Das erfordert bei Anfängern sicherlich einiges an Übung, macht aber später auf dem gedeckten Tisch einen tollen Eindruck und wirkt sehr ordentlich. Tischschmuck darf ebenfalls auf den Tisch, hierfür ist die Tischmitte vorgesehen und zwar ausschließlich die, damit die Gäste genügend Platz für ihr Essen haben. Wichtig ist hierbei, dass die Tischdekoration dem Anlass angepasst ist und sich am Stil der restlichen Tafel orientiert. Einzelne große Blüten, am Ende des Tisches ein großer silberner Kerzenleuchter oder kleine gläserne Salz- und Pfefferstreuer reichen vollkommen aus, um den edlen Eindruck des festlich gedeckten Tisches zu unterstützen.

Wenn Ihnen der Inhalt hilfreich war, freuen wir uns, wenn Sie diesen auch mit Ihren Freunden teilen.

Nach oben